Die Geburt der Welpen

Legt man sich einige Utensilien schon vor der Hundegeburt zurecht, kann man so zu einem reibungslosen Ablauf beitragen.
Bei manchen Sachen  mag man sicher denken – wozu brauche ich das?
Aber wenn plötzlich etwas in der Geburt benötigt wird und man noch anfangen muss zu suchen, kann man schnell mal in Panik verfallen.
Lieber gut vorbereitet sein, auch auf unvorhergesehene Dinge. So kann man ruhig an die Sache herangehen, was sich auch auf die Hündin überträgt. Ein Hund besitzt sehr feine Antennen, in der Geburt ist dieses noch ausgeprägter.

Fangen wir mit der Wurfkiste an.
Die Wurfkiste sollte schon einige Tage vorher an einem ruhigen Platz aufgebaut werden. Verbringen Sie dort von Zeit zu Zeit ein paar Minuten mit der Hündin, kuscheln, Leckerchen etc. tragen dazu bei, daß sie die Wurfkiste mit einem positiven Gefühl verbindet (was noch lange nicht heißt, daß sie die Wurfkiste aussucht, um ihre Babies zu gebären, aber im Normalfall kann man recht schnell, wenn die Geburt loszieht in die Wurfkiste umziehen und die Hündin akzeptiert es auch).
Als Unterlage der Wurfkiste eignet sich am besten ein feuchtigkeitsundurchlässiger Boden (z.B. Kermacellplatte). Diesen legen wir mit alten Betttüchern oder Laken aus (kochfest). Viele Hündinnen buddeln während der Geburt gerne, dabei wühlen sie sich gern die Laken zurecht (Scharrzwang).

Was stellen wir uns in Reichweite?

  • Wäschekorb voll mit weiteren kochfesten Laken
    Die Hundegeburt ist keine saubere Angelegenheit und man braucht je nach Wurfgröße jede Menge Laken & Handtücher.
  • Eimer mit lauwarmem Wasser und ein Waschlappen
    Damit können wir Geburtsreste zwischendurch etwas entfernen und auch die Hündin im Genitalbereich ein wenig säubern. Wir geben immer einen Esslöffel Sagrotan ins Wasser.
  • Bunte Wollbänder, Welpenhalsbänder             
    Diese dienen zum Kennzeichnen der Welpen. Diese sollten weich sein und so geknotet sein, daß wenn mal ein Pfötchen dazwischenlandet, das Band entweder aufgeht oder sich zumindest weitet, daß der Welpe keinesfalls ersticken kann.
  • Waage
    Hier eignet sich am besten eine digitale Babywaage. Auf jeden Fall sollte sie auf 10g genau wiegen
  • Zwirnsfaden & Schere
    Zum eventuellen Abbinden der Nabelschnur. Sollte die Hündin aus irgendwelchen Gründen dies nicht selber tun und wir müssen eingreifen, binden wir den Nabel ca. 1 cm über der Bauchdecke ab und durchquetschen dann die Nabelschnur mit den Fingernägeln.
  • Geburtstabelle & Stift
    Ein Din-A4 Blatt , wo ich die wichtigsten Sachen notiere, wie Reihenfolge der Welpen, Geburtszeit, Geburtsgewicht, Rüde/Hündin, Merkmale etc.
  • Wäschekorb mit Wärmflasche
    Diesen legen wir mit einem sauberen Handtuch aus.
    Ich kann die Welpen darin kurz(!!!!!) lassen, um die Wurfkiste zu reinigen oder wenn wir schnell mit der Hündin zum Tierarzt müssten.
  • Welpenmilch
    Man sollte immer einen Beutel daheim haben, auch wenn man ihn eigentlich nie braucht ?
    Aber wenn die Mutterhündin wirklich einmal ausfallen sollte, kann sie rettend sein.
  • Uhr
    Um die Geburtszeiten der Welpen zu notieren
  • kleine Handtücher
    Davon kann man auch nie genug liegen haben.
    Aber sie eignen sich auch speziell für das Abreiben der Welpen. Normalerweise werden die Welpen sofort intensiv abgeleckt von der Mutterhündin. Dabei kommt „Leben“ in das Neugeborene und die Organe nehmen ihre Funktion wahr.
  • Metrovetsan – Homöopatisches Arzneimittel
    Gibt man direkt am Ende der Geburt – Beschleunigt die Gebärmutterrückbildung, eventuelle Nachgeburtsreste werden ausgeschieden, die Reinigungsvorgänge werden beschleunigt.
  • Taschenlampe
    Nicht selten findet eine Hundegburt nachts statt. Die Hündin während der Geburt niemals alleine raus in den Garten lassen. Zur Sicherheit, daß „kein Welpe unentdeckt“ geboren wird, Taschenlampe mitnehmen.
  • Telefonnummer des Tierarztes
    Sollten immer in Griffnähe bereit liegen oder sogar eingepeichert sein.
  • Wärmelampe
    Ob eine Wärmelampe notwendig ist, muss jeder für sich selbst entscheiden und ist sicher auch ein wenig rasseabhängig.
    Im Normalfall ist die Nähe der Hündin für die Wärme der Welpen völlig ausreichend, wenn die Hündin ihre Welpen in der Wohnung bekommt bzw. das Zimmer normal temperiert ist.
    Die Welpen liegen aneinandergekuschelt oder/und an der Mama.
    Sollte man eine Wäremlampe benutzen, immer auf den richtigen Abstand achten, daß es den Welpen nicht zu heiß wird. Entfernen sich die Welpen  aus dem Wärmelichtkegel ist es zu warm, liegen ganz eng aneinandergekuschelt, könnte (!) es zu kühl sein.
    Wir haben bei unseren Neufundländern die Erfahrung gemacht, daß es der Mutterhündin nicht gefällt, da es ihr einfach zu warm wird.
    Bei Sommerwürfen nutzen wir sie gar nicht, bei Winterwürfen mache ich sie kurzzeitig je nach Bedarf an, wenn die Mutterhündin die Wurfkiste mal für kurze Zeit verlässt.
  • Vaseline
    Wenn wirklich mal ein Welpe im Geburtskanal nicht weiterkommt und feststeckt, niemals so versuchen, den Welpen zu „erfassen“, vorher die Hand mit Vaseline „gleitfähig“ machen und während(!) einer Wehe versuchen, den Welpen voranzubringen.
  • Rescue Tropfen
    Bekommen alle Welpen von uns direkt nach der Geburt.
    Sie können bei jeder Schocksituation gegeben werden, genauso wie in jeder Situation, die mit Stress einhergeht.Das sind so die wichtigsten Dinge, die man sich vor der Geburt zurechtlegen kann.
    Habe ich etwas vergessen? Gern könnt Ihr die Kommentarfunktion für Ergänzungen nutzen.Quelle

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Wärmelampe zum aufhängen über eine Wurfkiste

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Unterlagen, z. B. auch zum Auslegen in die Hunde-Wurfkiste

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